Jüdische Geschichte Kölns im MiQua: Historischer Hybrid-Vortrag in Mainz


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Jüdische Geschichte Kölns im MiQua: Ein Abend zwischen Archäologie und Erinnerung
Wie sah jüdisches Leben im mittelalterlichen Köln aus, welche Spuren hat es hinterlassen und wie werden diese Erkenntnisse im künftigen MiQua sichtbar? Beim Hybrid-Vortrag im Landesmuseum Mainz führt Priv.-Doz. Dr. Thomas Otten durch die jüdische mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte Kölns. Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Einordnung, archäologische Befunde und historische Quellen zu einem eindrucksvollen Veranstaltungserlebnis.
Ein jüdisches Viertel mitten im mittelalterlichen Köln
Im Mittelpunkt steht das jüdisch-mittelalterliche Viertel am heutigen Rathausplatz. Es ist seit dem frühen 11. Jahrhundert nachweisbar und bestand bis zur Ausweisung der jüdischen Bevölkerung im Jahr 1424 über rund vier Jahrhunderte. Archäologische Funde und schriftliche Überlieferungen eröffnen Einblicke in eine der größten jüdischen Gemeinden in Aschkenas.
Archäologie trifft Stadtgeschichte
Der Vortrag zeigt, wie sich historische Quellen und archäologischer Befund ergänzen. Dabei entsteht ein lebendiges Bild von Alltag, religiösem Leben, gesellschaftlichen Beziehungen und den politischen Rahmenbedingungen im mittelalterlichen Köln. Die Publikumsstimmung lebt von der Nähe zu konkreten Fundorten und den Geschichten, die unter der modernen Stadt weiterwirken.
Das MiQua als Museum der kommenden Generation
Dr. Thomas Otten stellt außerdem die Konzeption des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln vor. Das Museum entsteht in enger Kooperation zwischen dem Landschaftsverband Rheinland und der Stadt Köln. Es soll jüdische Geschichte, römische Stadtgeschichte und die Entwicklung Kölns mit modernen, interaktiven Vermittlungsformaten verbinden.
Thomas Otten ist seit 2016 Gründungsdirektor des Museumsprojekts MiQua. Der Archäologe und Denkmalpfleger verfügt über langjährige Erfahrung in Forschung, Denkmalschutz, Museumskonzeption und historischer Vermittlung. Seine fachliche Arbeit verbindet wissenschaftliche Präzision mit einer anschaulichen Zielgruppenansprache.
Hybrid-Format für eine flexible Teilnahme
Der Abend findet als Hybrid-Vortrag statt. Interessierte können im Landesmuseum Mainz teilnehmen oder die Veranstaltung online verfolgen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 16. November 2026 um 12 Uhr erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Fazit: Geschichte wird an diesem Abend greifbar
Dieser Vortrag bietet eine fundierte und zugleich anschauliche Begegnung mit der jüdischen Geschichte Kölns. Besucherinnen und Besucher erleben historische Räume, archäologische Spuren und die Idee hinter einem bedeutenden neuen Museum. Wer sich für Stadtgeschichte, jüdisches Leben, Archäologie und Kulturvermittlung interessiert, findet hier einen Abend mit nachhaltigen Eindrücken.
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