Nils Friedrich in Mainz: Lesung über jüdische 05er und vergessene Vereinsgeschichte


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Vergessene Nullfünfer: Eine Lesung über jüdische Vereinsgeschichte
Wie viele jüdische Menschen prägten die Geschichte des 1. FSV Mainz 05? Dieser Frage widmet sich Nils Friedrich am 19. November 2026 im Landesmuseum Mainz. In seiner Lesung aus dem Fanzine Es war einmal erinnert er an jüdische 05er, deren Biografien, Engagement und Schicksale lange im Schatten der Vereinsgeschichte standen.
Literatur, Erinnerung und Fußballgeschichte
Die Veranstaltung verbindet Lesung, historische Recherche und Gespräch. Nils Friedrich stellt Menschen vor, die sich zwischen 1905 und 1933 für den Mainzer Fußballverein engagierten. Sein Fanzine nähert sich diesen Lebenswegen mit archivalischer Detailarbeit und einer Sprache, die historische Distanz überwindet: Hinter Vereinsnamen und Dokumenten erscheinen individuelle Biografien, Hoffnungen und Brüche.
Zwölf Biografien gegen das Vergessen
Die publizierte Recherche versammelt zwölf jüdische 05er und zeichnet ihre unterschiedlichen Verbindungen zum 1. FSV Mainz 05 nach. Das Genre des Fanzines öffnet dabei einen eigenständigen Zugang zur Erinnerungskultur. Es verbindet private Initiative, lokale Geschichtsschreibung und gesellschaftliche Verantwortung. Die literarische Qualität des Projekts liegt weniger in fiktionaler Gestaltung als in der sorgfältigen Auswahl, Anordnung und Vermittlung historischer Zeugnisse.
Gespräch mit Michael Bonewitz
Im Anschluss an die Lesung spricht Nils Friedrich mit Michael Bonewitz über seine Recherchen. Im Mittelpunkt stehen die Quellenlage, die Herausforderungen der historischen Aufarbeitung und die Frage, wie Vereine mit ihrer Vergangenheit umgehen. Das Gespräch verspricht eine konzentrierte Autor-Begegnung über Erinnerung, jüdischen Sport und die kulturelle Bedeutung regionaler Vereinsgeschichte.
Ein Abend im Zeichen der SchUM-Kulturtage
Als Veranstaltung im Rahmen der SchUM-Kulturtage erhält die Lesung eine besondere kulturhistorische Einordnung. Das Landesmuseum Mainz bietet dafür eine passende Lesungs-Atmosphäre: Zwischen Museum, Stadtgeschichte und öffentlichem Erinnern entsteht ein literarisches Erlebnis, das Fußballfans ebenso anspricht wie Besucherinnen und Besucher mit Interesse an jüdischer Geschichte, Regionalgeschichte und Erinnerungskultur.
Fazit: Geschichte wird lebendig
Die Lesung aus Es war einmal lädt dazu ein, bekannte Vereinsgeschichte neu zu betrachten und vergessene Lebenswege wieder sichtbar zu machen. Besucher erwartet ein nachdenklicher Abend mit historischen Einblicken, sprachlicher Vermittlung und einem persönlichen Gespräch über Verantwortung und Erinnerung. Wer Mainz 05 nicht nur als Sportverein, sondern als Teil der Mainzer Stadtgesellschaft verstehen möchte, erlebt hier eine eindrucksvolle Autor-Begegnung.
Offizielle Kanäle von Nils Friedrich:
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