Flauschige Ekstase im Staatstheater Mainz: Eine queere Farce voller Liebeschaos


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Flauschige Ekstase: Wenn die Liebe durch die eingetretene Tür kommt
Am 21. November 2026 feiert Rebekka Kricheldorfs Komödie Flauschige Ekstase im Kleinen Haus des Staatstheaters Mainz Premiere. Die Inszenierung von Hannah Frauenrath verwandelt ein verkatertes Erwachen, 500 Rollmöpse und ein Geflecht aus Begehren, Missverständnissen und Identitätssuche in eine grelle, queere Nummernrevue mit Musik und Glitzer.
Ein Morgen, an dem nichts mehr stimmt
Louise und ihr Mitbewohner Momo erwachen nach einer durchzechten Nacht. Dann stürmt unerwarteter Besuch durch die eingetretene Tür: ein Lieferando-Bote mit 500 Rollmöpfen und Louises beste Freundin Amelie. Amelie hat sich unsterblich in Hannes Schlumberger verliebt, einen Verhaltenspsychologen, doch Louise findet ebenfalls Gefallen an ihm. Ein anderes Love Interest muss her – und damit beginnt ein turbulentes Spiel aus Täuschung, Rivalität und romantischer Überforderung.
Farce zwischen Feydeau und Gegenwart
Kricheldorfs Stück greift die Mechanik der französischen Vaudeville-Komödie auf und erweist sich zugleich als Hommage und Parodie auf Georges Feydeau. Türen schlagen, Geschenke erreichen die falschen Adressaten, Rivalen prallen aufeinander und eine Tänzerin taucht unter dem Bett auf. Die Dramaturgie entwickelt daraus ein temporeiches Boulevardtheater, das menschliche Schwächen mit Lust an der Übertreibung sichtbar macht.
Queere Nummernrevue mit Musik und Glitzer
Hannah Frauenrath inszeniert die Komödie als queere Nummernrevue. Musik von Carl Grübel, das Bühnenbild von Hanga Balla und Polly Stephan sowie die dramaturgische Arbeit von Marie-Philine Pippert geben dem Bühnengeschehen eine schillernde, bewusst überdrehte Form. Zwischen Kostüm, Lichtstimmung und präziser Schauspielkunst entsteht eine Theateratmosphäre, in der die Figuren ihre Sehnsucht nach Trost, Nähe und Identität mit komischer Wucht ausleben.
Ein Bühnenerlebnis voller Tempo
Flauschige Ekstase führt mitten hinein in eine Welt, in der romantische Projektionen, soziale Rollen und private Krisen kollidieren. Die Inszenierung verbindet slapstickhafte Situationen mit einem zeitgenössischen Blick auf Beziehungen in einer globalisierten Gesellschaft. Das Kleine Haus wird zum Schauplatz einer grellen Versuchsanordnung, in der jede neue Begegnung die fragile Ordnung weiter aus dem Gleichgewicht bringt.
Das Publikum erwartet ein energiegeladenes Bühnenerlebnis zwischen Liebeskomödie, Farce und queerer Performance. Wer turbulente Dramaturgie, pointierte Dialoge und eine ungewöhnliche Inszenierung sucht, erlebt im Staatstheater Mainz einen Theaterabend mit Tempo, Musik und funkensprühender Schauspielkunst.
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