A Letter to David im CinéMayence: Ein bewegendes Kinozeugnis über Erinnerung und Verlust

Event: A Letter to David in CinéMayence im Institut Français, Schillerstraße 11-13, 55116 Mainz on 21. November 2026

Datum und Uhrzeit

21. November 2026 20:00 Uhr

Veranstaltungsort

CinéMayence
Schillerstraße 11, 55116 Mainz-Altstadt, Deutschland

Über diese Veranstaltung

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A Letter to David: Ein bewegendes filmisches Vermächtnis im CinéMayence

Wenn Erinnerung zur filmischen Sprache wird, entsteht ein Bühnenerlebnis ohne Bühne: Am Samstag, 21. November 2026, zeigt das CinéMayence im Institut Français Tom Shovals vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm A Letter to David. Der 74-minütige Film führt in hebräischer Originalfassung mit Untertiteln durch eine persönliche Suche nach Nähe, Verlust und der Kraft des Kinos.

Zwischen Filmgeschichte und Gegenwart

Tom Shoval richtet seinen Blick auf David Cunio, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Eitan in Shovals Debütfilm Youth aus dem Jahr 2013 spielte. Aus Archivmaterial, unbearbeiteten Aufnahmen hinter den Kulissen und früheren Vorsprechen entwickelt der Regisseur eine vielschichtige filmische Dramaturgie. Fiktion und Wirklichkeit treten dabei in einen verstörenden Dialog: Was einst als Geschichte über Entführung inszeniert wurde, erhält durch die Ereignisse des 7. Oktober 2023 eine schmerzhafte neue Bedeutung.

Eine intime Inszenierung der Erinnerung

Die Kamera beobachtet nicht aus sicherer Entfernung. Sie tastet sich durch Bilder, Stimmen und Leerstellen, bis aus dokumentarischem Material ein persönlicher Brief wird. Shovals Regie verbindet essayistische Erzählformen mit präziser Bildgestaltung und einer zurückgenommenen Akustik. Das Ergebnis ist kein klassisches Porträt, sondern eine fragile audiovisuelle Begegnung mit Freundschaft, Trauma und der Frage, wie Film angesichts von Krieg und Verlust Zeugnis ablegen kann.

Ausgezeichnete Dokumentarfilmkunst

A Letter to David wurde 2025 im Berlinale-Special uraufgeführt und erhielt bei den Ophir Awards den Preis für den besten abendfüllenden Dokumentarfilm. Die Inszenierung wurde international für ihre Verbindung von persönlicher Trauer, politischer Gegenwart und filmischer Selbstreflexion wahrgenommen. Shoval, dessen Debüt Youth bei der Berlinale präsent war und beim Jerusalem Film Festival als bester Film ausgezeichnet wurde, arbeitet mit einer klaren visuellen Handschrift und großer dramaturgischer Sensibilität.

Ein konzentriertes Kinoerlebnis in Mainz

Im CinéMayence entfaltet der Film seine Wirkung als konzentriertes Gemeinschaftserlebnis. Die intime Theateratmosphäre des Kinos, die hebräische Originalsprache und die Untertitel lenken die Aufmerksamkeit auf Blicke, Pausen und Zwischentöne. Das Publikum erwartet ein nachhallendes Dokumentarfilm-Erlebnis, das nicht mit einfachen Antworten arbeitet, sondern Erinnerung als offenen, schmerzhaften und zugleich menschlichen Prozess erfahrbar macht.

Fazit

A Letter to David verbindet persönliche Filmgeschichte mit einer erschütternden Gegenwart. Wer dokumentarische Bühnenkunst, politisches Kino und außergewöhnliche Regiearbeit sucht, erlebt in Mainz einen Abend zwischen Intimität und historischer Wucht. Dieses filmische Vermächtnis verdient die Begegnung auf großer Leinwand.

Offizielle Kanäle von Tom Shoval:

Quellen:

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