
Wien
Augustinerstraße 3, 1010 Wien, Österreich
Pfarrkirche St. Augustin | Wien & Herzgruft
Die Pfarrkirche St. Augustin in Wien ist weit mehr als eine historische Kirche im Zentrum der Stadt. Sie steht am Josefsplatz, mitten im Ensemble der Hofburg, und verbindet gotische Architektur, habsburgische Erinnerungskultur, lebendige Liturgie und anspruchsvolle Kirchenmusik zu einem Ort, der Besucherinnen und Besucher aus vielen Gründen anzieht. Wer nach Fotos, Geschichte, Gottesdiensten oder praktischen Besuchsinformationen sucht, stößt hier auf eine Location, die im 1. Bezirk gleichermaßen spirituell, kunsthistorisch und stadtgeschichtlich bedeutend ist. Der Kirchenraum, die Herzgruft, die Loretokapelle, das Canova-Denkmal und der Hochaltar bilden ein dichtes Gesamtbild, das man bei einem kurzen Besuch ebenso erleben kann wie bei einer ausführlichen Führung. Gleichzeitig ist St. Augustin eine aktive Pfarr- und Ordenskirche, in der regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden und die durch das Hochamt mit Chor und Orchester von St. Augustin eine besondere musikalische Identität bewahrt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Geschichte der Pfarrkirche St. Augustin in Wien
Die Geschichte der Pfarrkirche St. Augustin beginnt im 14. Jahrhundert mit einer Stiftung des Habsburgers Herzog Friedrich des Schönen. Der gotische Kirchenbau wurde zwischen 1330 und 1339 errichtet und am 1. November 1349 geweiht. Mit einer Länge von rund 80 Metern zählt der Kirchenraum zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten in Wien; vor der Schleifung der alten Stadtmauern galt er als der zweitgrößte Kirchenbau im Wiener Raum. Die Kirche wurde als Hallenkirche angelegt, der Hochchor nimmt davon rund 30 Meter ein und schließt mit dem charakteristischen 7/10-Schluss. Schon früh war der Bau eng mit dem Haus Habsburg verbunden, nicht nur als geistlicher Ort, sondern auch als repräsentative Bühne des Hofes. Diese Doppelrolle prägt die Kirche bis heute und erklärt, warum die Pfarrkirche St. Augustin in Wien nicht nur ein religiöser Ort ist, sondern auch ein zentrales Denkmal der österreichischen Geschichte. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Besonders wichtig ist die Phase als kaiserliche Hofpfarrkirche. Im Jahr 1634 wurde St. Augustin zur kaiserlichen Hofpfarrkirche erhoben, eine Funktion, die bis 1918 Bestand hatte. In dieser Zeit wurden hier zahlreiche habsburgische Trauungen gefeiert und feierliche kirchliche Handlungen des Hofes vollzogen. Zu den bekanntesten Hochzeiten zählen die Verbindung Maria Theresias mit Franz von Lothringen, die Stellvertreterhochzeit von Marie Antoinette mit dem späteren französischen König Ludwig XVI. sowie die Trauung von Kaiser Franz Joseph I. mit Elisabeth in Bayern. Seit der Erhebung Wiens zum Erzbistum 1722 war es zudem Brauch, dass der neu ernannte Erzbischof von der Augustinerkirche aus in feierlicher Prozession zum Stephansdom zog. Nach den josephinischen Reformen wurde der Innenraum um 1784/85 regotisiert; dabei entfernte man zahlreiche Seitenaltäre, um den gotischen Charakter wieder stärker hervortreten zu lassen. 1783 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben, und seit 1951 wird sie erneut von Augustinern betreut. Damit vereint St. Augustin mehrere Epochen in einem einzigen Bauwerk: mittelalterliche Klosterkirche, habsburgische Hofkirche, Pfarrkirche und heutiger Ort lebendiger Ordens- und Gemeindeseelsorge. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/))
Herzgruft, Loretokapelle und die kaiserliche Erinnerung
Zu den bekanntesten Besonderheiten der Pfarrkirche St. Augustin gehört die Herzgruft in der Loretokapelle. Dieser Bereich macht die Kirche zu einem Ort, an dem sich Kunst, Frömmigkeit und dynastische Erinnerung auf außergewöhnliche Weise überlagern. In der Loretokapelle werden die Herzen von 54 Habsburgern in silbernen Urnen aufbewahrt. Das ist nicht nur ein historisch bemerkenswerter Befund, sondern auch ein sehr eindrücklicher Einblick in die Bestattungskultur des Kaiserhauses, in der Körper, Herz und Eingeweide an unterschiedlichen Orten beigesetzt werden konnten. Die Loretokapelle selbst ist über einige Stufen erreichbar, und die Herzgruft kann sonntags nach dem Hochamt sowie nach Voranmeldung besichtigt werden. Wer die Kirche besucht, sollte diesen Bereich deshalb unbedingt in die Planung einbeziehen, denn er ist einer der stärksten Gründe, warum die Augustinerkirche in Wien international bekannt ist. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Zur historischen Tiefe dieses Ortes trägt auch die Georgskapelle bei, eine gotische Kapelle aus dem Jahr 1337. Sie war einst Versammlungsort der Ritter des St.-Georgs-Ordens und ist nur über die Loretokapelle zugänglich. Damit wird deutlich, wie stark die Kirche als Raum höfischer und geistlicher Repräsentation geprägt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hofburg ist die Augustinerkirche gewissermaßen in das historische Machtzentrum der Habsburger eingebettet. Gerade diese Nähe erklärt, warum sie über Jahrhunderte für feierliche Gottesdienste, Prozessionen, Trauungen und Gedenkformen genutzt wurde. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Die Herzgruft ist nicht bloß eine Kuriosität, sondern der sichtbarste Ausdruck einer langen Tradition, in der die Kirche als Erinnerungsort des Hauses Habsburg fungierte. Wer sich für Wien, das Kaiserhaus oder die Sakralkultur Mitteleuropas interessiert, findet hier einen der dichtesten historischen Räume der Stadt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Canova-Denkmal, Hochaltar und die Kunst im Kirchenraum
Das künstlerische Herzstück des Innenraums ist das Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine von Antonio Canova. Es entstand zwischen 1798 und 1805 und gilt als Hauptwerk klassizistischer Grabmalkunst. Wenn man die Kirche betritt, steht dieses Denkmal auf der rechten Seite und zieht den Blick sofort auf sich. Die monumentale, steil aufragende Form, das illusionistische Tor in die Totenwelt, die allegorischen Figuren von Tugend und Caritas sowie der ruhende Löwe verleihen dem Werk eine eindringliche Würde. Gleichzeitig ist das Monument eng mit der europäischen Kunstgeschichte verbunden, denn es diente Canova später selbst als Vorbild für sein eigenes Grabmal in Venedig. Auch die offizielle Wien-Info hebt hervor, dass das Denkmal aus weißem Carrara-Marmor gefertigt wurde und den Schmerz des Witwers auf besondere Weise spiegelt. Wer nach den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Augustinerkirche sucht, kommt an diesem Werk nicht vorbei. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Ebenso bemerkenswert ist der Hochaltar. Der heutige steinerne, polychromierte Altar stammt von Andreas Halbig, ist der fünfte Hochaltar in der Geschichte der Kirche und wurde zwischen 1857 und 1870 ausgeführt. Ursprünglich war er für die Votivkirche vorgesehen, fand dann aber seinen Platz in St. Augustin. Bei der Restaurierung Ende der 1990er-Jahre wurde die neugotische Farbigkeit wiederhergestellt, sodass der Altar heute seine volle architektonische und farbliche Wirkung entfalten kann. Hinzu kommen weitere kunsthistorisch interessante Elemente, etwa die Kirchenbänke, die aus aufgehobenen Wiener Klöstern und Hofkapellen stammen und damit ein sichtbares Zeugnis der josephinischen Umgestaltungen bilden. So entsteht im Inneren eine ungewöhnliche Mischung aus gotischer Grundstruktur, klassizistischem Denkmal, neugotischem Altar und historisch gewachsener Ausstattung. Genau diese Spannung macht den Raum für Kunsthistoriker, Architekturfreunde und Kirchenbesucher gleichermaßen reizvoll. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Gottesdienste, Hochamt und Kirchenmusik in St. Augustin
Die Pfarrkirche St. Augustin ist kein Museumsraum, sondern eine lebendige Kirche mit regelmäßigem liturgischem Leben. Besonders prägend ist das sonntägliche Hochamt um 11:00 Uhr, das mit Chor, Solisten und Orchester von St. Augustin gestaltet wird. Diese musikalische Tradition ist eines der wichtigsten Markenzeichen der Kirche und erklärt, warum sie weit über Wien hinaus bekannt ist. Zusätzlich gibt es sonntags um 18:30 Uhr eine Heilige Messe, dienstags und donnerstags ebenfalls um 18:30 Uhr, freitags um 08:00 Uhr sowie samstags um 18:30 Uhr, jeweils mit den saisonalen Hinweisen von September bis Juni außerhalb der Ferienzeit. Für Besucher, die eine Kombination aus sakraler Atmosphäre, klassischer Musik und historischem Raum suchen, ist gerade das Hochamt am Sonntag ein besonderer Tipp. Hier wird die Kirche nicht nur betrachtet, sondern in ihrer eigentlichen Bestimmung erlebt. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/gottesdienste/))
Auch musikhistorisch besitzt St. Augustin einen herausragenden Ruf. Wien-Info betont, dass zwei Orgeln der Kirche seit jeher großes Ansehen in der Musikwelt verschaffen. Franz Schubert dirigierte hier seine Messe in F-Dur, und Anton Bruckners Messe in f-Moll wurde in dieser Kirche uraufgeführt. Die offizielle Kirchenmusik-Seite ergänzt die technische Seite: Die große Rieger-Orgel wurde 1976 in ein historisches Gehäuse von Johann Hencke aus dem Jahr 1730 eingebaut, nachdem das Vorgängerinstrument im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Mit 47 Registern und vier Manualen bietet sie ein breites Klangspektrum, das von Renaissance über Barock bis zu romantischer und moderner Literatur reicht. Für die Kirche bedeutet das: Musik ist hier nicht bloß Begleitung, sondern ein wesentlicher Teil der Identität. Wer nach einem Ort mit starker sakraler Musiktradition in Wien sucht, findet in St. Augustin eine der ersten Adressen. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Öffnungszeiten, Anfahrt und Barrierefreiheit am Josefsplatz
Für die praktische Planung liefert Wien-Info klare Besuchszeiten. Die Kirche ist montags, mittwochs und freitags von 08:00 bis 17:30 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags von 08:00 bis 19:30 Uhr sowie samstags und sonntags von 09:00 bis 19:30 Uhr. Der Hochamt-Termin ist sonntags und an Feiertagen um 11:00 Uhr, und die Herzgruft kann nach dem Hochamt oder nach Vereinbarung besichtigt werden. Diese Zeiten sind für alle wichtig, die Fotos machen, an einer Führung teilnehmen oder einfach einen ruhigen Moment im Kirchenraum verbringen möchten. Wer die Kirche nicht nur von außen sehen, sondern auch den Innenraum, die Kapellen und die besonderen Grabdenkmäler in Ruhe erleben will, sollte deshalb genügend Zeit einplanen. Gerade am Wochenende ist die Verbindung aus Gottesdienst, Musik und Besichtigung besonders atmosphärisch. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Die Adresse lautet Augustinerstraße 3, 1010 Wien. Die Lage direkt am Hofburg-Josefsplatz macht die Kirche zu einer der zentralsten Sakralstätten der Innenstadt. Die offizielle Wien-Info weist außerdem auf eine gewisse Barrierefreiheit hin: Am Haupteingang gibt es drei Stufen, zusätzlich aber auch eine Rampe mit 150 Zentimetern Breite; Assistenzhunde sind erlaubt. Der Zugang zur Loretokapelle führt über fünf Stufen. Für die Anreise ist die zentrale Lage im Hofburg-Bereich ein klarer Vorteil, denn dort liegen U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnanbindungen in Gehweite. Wer die Kirche mit anderen Sehenswürdigkeiten der Hofburg kombiniert, kann den Besuch gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum verbinden. Besonders für Reisende, die Wien zu Fuß erkunden, liegt St. Augustin äußerst günstig zwischen Josefsplatz, Hofburg und weiteren kulturellen Highlights der Inneren Stadt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Fotos, Besuchserlebnis und praktische Tipps für den ersten Besuch
Wer nach Fotos der Pfarrkirche St. Augustin sucht, findet schnell heraus, dass diese Kirche vor allem durch starke Bildmotive lebt. Der gotische Innenraum, das Canova-Denkmal, der Hochaltar, die Kirchenbänke und die Loretokapelle bilden eine Abfolge von sehr unterschiedlichen, aber harmonisch verbundenen Eindrücken. Gerade für die erste Begegnung mit dem Bau lohnt es sich, nicht nur den Hauptraum zu betrachten, sondern bewusst nach den Details zu suchen: nach den Übergängen zwischen gotischer Architektur und späteren Einbauten, nach der Inszenierung des Canova-Monuments und nach der Wirkung des Lichts im Kirchenraum. Die offiziellen Seiten der Kirche zeigen genau diese Blickpunkte und machen damit deutlich, warum die Location bei Suchanfragen rund um Fotos, Geschichte und Wien immer wieder auftaucht. Für Social-Media-Posts oder eigene Reisebilder ist St. Augustin deshalb ein besonders dankbares Motiv, weil hier Spiritualität und Repräsentation sichtbar zusammenkommen. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Für den Besuch selbst empfiehlt sich eine einfache Strategie: Wer den musikalischen Charakter der Kirche erleben will, kommt sonntags zum Hochamt um 11:00 Uhr. Wer den historischen und architektonischen Blick sucht, wählt einen ruhigeren Tagesrand oder eine Führung nach dem Hochamt. Wochentagsführungen sind auf Anfrage möglich, und die Führung über Kirche und Herzgruft dauert etwa eine Stunde; eine reine Herzgruftführung ist kürzer. Wer die Kirche mit anderen Sehenswürdigkeiten verbindet, kann am selben Tag problemlos auch die Hofburg, den Michaelerplatz oder weitere Highlights der Inneren Stadt einplanen. So wird aus einem einzelnen Kirchenbesuch ein vollständiges Wien-Erlebnis: kaiserliche Geschichte, sakrale Kunst, Musik und ein Raum, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Genau darin liegt der besondere Reiz der Pfarrkirche St. Augustin in Wien. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/fuehrungen/))
Quellen:
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Pfarrkirche St. Augustin | Wien & Herzgruft
Die Pfarrkirche St. Augustin in Wien ist weit mehr als eine historische Kirche im Zentrum der Stadt. Sie steht am Josefsplatz, mitten im Ensemble der Hofburg, und verbindet gotische Architektur, habsburgische Erinnerungskultur, lebendige Liturgie und anspruchsvolle Kirchenmusik zu einem Ort, der Besucherinnen und Besucher aus vielen Gründen anzieht. Wer nach Fotos, Geschichte, Gottesdiensten oder praktischen Besuchsinformationen sucht, stößt hier auf eine Location, die im 1. Bezirk gleichermaßen spirituell, kunsthistorisch und stadtgeschichtlich bedeutend ist. Der Kirchenraum, die Herzgruft, die Loretokapelle, das Canova-Denkmal und der Hochaltar bilden ein dichtes Gesamtbild, das man bei einem kurzen Besuch ebenso erleben kann wie bei einer ausführlichen Führung. Gleichzeitig ist St. Augustin eine aktive Pfarr- und Ordenskirche, in der regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden und die durch das Hochamt mit Chor und Orchester von St. Augustin eine besondere musikalische Identität bewahrt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Geschichte der Pfarrkirche St. Augustin in Wien
Die Geschichte der Pfarrkirche St. Augustin beginnt im 14. Jahrhundert mit einer Stiftung des Habsburgers Herzog Friedrich des Schönen. Der gotische Kirchenbau wurde zwischen 1330 und 1339 errichtet und am 1. November 1349 geweiht. Mit einer Länge von rund 80 Metern zählt der Kirchenraum zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten in Wien; vor der Schleifung der alten Stadtmauern galt er als der zweitgrößte Kirchenbau im Wiener Raum. Die Kirche wurde als Hallenkirche angelegt, der Hochchor nimmt davon rund 30 Meter ein und schließt mit dem charakteristischen 7/10-Schluss. Schon früh war der Bau eng mit dem Haus Habsburg verbunden, nicht nur als geistlicher Ort, sondern auch als repräsentative Bühne des Hofes. Diese Doppelrolle prägt die Kirche bis heute und erklärt, warum die Pfarrkirche St. Augustin in Wien nicht nur ein religiöser Ort ist, sondern auch ein zentrales Denkmal der österreichischen Geschichte. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Besonders wichtig ist die Phase als kaiserliche Hofpfarrkirche. Im Jahr 1634 wurde St. Augustin zur kaiserlichen Hofpfarrkirche erhoben, eine Funktion, die bis 1918 Bestand hatte. In dieser Zeit wurden hier zahlreiche habsburgische Trauungen gefeiert und feierliche kirchliche Handlungen des Hofes vollzogen. Zu den bekanntesten Hochzeiten zählen die Verbindung Maria Theresias mit Franz von Lothringen, die Stellvertreterhochzeit von Marie Antoinette mit dem späteren französischen König Ludwig XVI. sowie die Trauung von Kaiser Franz Joseph I. mit Elisabeth in Bayern. Seit der Erhebung Wiens zum Erzbistum 1722 war es zudem Brauch, dass der neu ernannte Erzbischof von der Augustinerkirche aus in feierlicher Prozession zum Stephansdom zog. Nach den josephinischen Reformen wurde der Innenraum um 1784/85 regotisiert; dabei entfernte man zahlreiche Seitenaltäre, um den gotischen Charakter wieder stärker hervortreten zu lassen. 1783 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben, und seit 1951 wird sie erneut von Augustinern betreut. Damit vereint St. Augustin mehrere Epochen in einem einzigen Bauwerk: mittelalterliche Klosterkirche, habsburgische Hofkirche, Pfarrkirche und heutiger Ort lebendiger Ordens- und Gemeindeseelsorge. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/))
Herzgruft, Loretokapelle und die kaiserliche Erinnerung
Zu den bekanntesten Besonderheiten der Pfarrkirche St. Augustin gehört die Herzgruft in der Loretokapelle. Dieser Bereich macht die Kirche zu einem Ort, an dem sich Kunst, Frömmigkeit und dynastische Erinnerung auf außergewöhnliche Weise überlagern. In der Loretokapelle werden die Herzen von 54 Habsburgern in silbernen Urnen aufbewahrt. Das ist nicht nur ein historisch bemerkenswerter Befund, sondern auch ein sehr eindrücklicher Einblick in die Bestattungskultur des Kaiserhauses, in der Körper, Herz und Eingeweide an unterschiedlichen Orten beigesetzt werden konnten. Die Loretokapelle selbst ist über einige Stufen erreichbar, und die Herzgruft kann sonntags nach dem Hochamt sowie nach Voranmeldung besichtigt werden. Wer die Kirche besucht, sollte diesen Bereich deshalb unbedingt in die Planung einbeziehen, denn er ist einer der stärksten Gründe, warum die Augustinerkirche in Wien international bekannt ist. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Zur historischen Tiefe dieses Ortes trägt auch die Georgskapelle bei, eine gotische Kapelle aus dem Jahr 1337. Sie war einst Versammlungsort der Ritter des St.-Georgs-Ordens und ist nur über die Loretokapelle zugänglich. Damit wird deutlich, wie stark die Kirche als Raum höfischer und geistlicher Repräsentation geprägt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hofburg ist die Augustinerkirche gewissermaßen in das historische Machtzentrum der Habsburger eingebettet. Gerade diese Nähe erklärt, warum sie über Jahrhunderte für feierliche Gottesdienste, Prozessionen, Trauungen und Gedenkformen genutzt wurde. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Die Herzgruft ist nicht bloß eine Kuriosität, sondern der sichtbarste Ausdruck einer langen Tradition, in der die Kirche als Erinnerungsort des Hauses Habsburg fungierte. Wer sich für Wien, das Kaiserhaus oder die Sakralkultur Mitteleuropas interessiert, findet hier einen der dichtesten historischen Räume der Stadt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Canova-Denkmal, Hochaltar und die Kunst im Kirchenraum
Das künstlerische Herzstück des Innenraums ist das Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine von Antonio Canova. Es entstand zwischen 1798 und 1805 und gilt als Hauptwerk klassizistischer Grabmalkunst. Wenn man die Kirche betritt, steht dieses Denkmal auf der rechten Seite und zieht den Blick sofort auf sich. Die monumentale, steil aufragende Form, das illusionistische Tor in die Totenwelt, die allegorischen Figuren von Tugend und Caritas sowie der ruhende Löwe verleihen dem Werk eine eindringliche Würde. Gleichzeitig ist das Monument eng mit der europäischen Kunstgeschichte verbunden, denn es diente Canova später selbst als Vorbild für sein eigenes Grabmal in Venedig. Auch die offizielle Wien-Info hebt hervor, dass das Denkmal aus weißem Carrara-Marmor gefertigt wurde und den Schmerz des Witwers auf besondere Weise spiegelt. Wer nach den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Augustinerkirche sucht, kommt an diesem Werk nicht vorbei. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Ebenso bemerkenswert ist der Hochaltar. Der heutige steinerne, polychromierte Altar stammt von Andreas Halbig, ist der fünfte Hochaltar in der Geschichte der Kirche und wurde zwischen 1857 und 1870 ausgeführt. Ursprünglich war er für die Votivkirche vorgesehen, fand dann aber seinen Platz in St. Augustin. Bei der Restaurierung Ende der 1990er-Jahre wurde die neugotische Farbigkeit wiederhergestellt, sodass der Altar heute seine volle architektonische und farbliche Wirkung entfalten kann. Hinzu kommen weitere kunsthistorisch interessante Elemente, etwa die Kirchenbänke, die aus aufgehobenen Wiener Klöstern und Hofkapellen stammen und damit ein sichtbares Zeugnis der josephinischen Umgestaltungen bilden. So entsteht im Inneren eine ungewöhnliche Mischung aus gotischer Grundstruktur, klassizistischem Denkmal, neugotischem Altar und historisch gewachsener Ausstattung. Genau diese Spannung macht den Raum für Kunsthistoriker, Architekturfreunde und Kirchenbesucher gleichermaßen reizvoll. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Gottesdienste, Hochamt und Kirchenmusik in St. Augustin
Die Pfarrkirche St. Augustin ist kein Museumsraum, sondern eine lebendige Kirche mit regelmäßigem liturgischem Leben. Besonders prägend ist das sonntägliche Hochamt um 11:00 Uhr, das mit Chor, Solisten und Orchester von St. Augustin gestaltet wird. Diese musikalische Tradition ist eines der wichtigsten Markenzeichen der Kirche und erklärt, warum sie weit über Wien hinaus bekannt ist. Zusätzlich gibt es sonntags um 18:30 Uhr eine Heilige Messe, dienstags und donnerstags ebenfalls um 18:30 Uhr, freitags um 08:00 Uhr sowie samstags um 18:30 Uhr, jeweils mit den saisonalen Hinweisen von September bis Juni außerhalb der Ferienzeit. Für Besucher, die eine Kombination aus sakraler Atmosphäre, klassischer Musik und historischem Raum suchen, ist gerade das Hochamt am Sonntag ein besonderer Tipp. Hier wird die Kirche nicht nur betrachtet, sondern in ihrer eigentlichen Bestimmung erlebt. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/gottesdienste/))
Auch musikhistorisch besitzt St. Augustin einen herausragenden Ruf. Wien-Info betont, dass zwei Orgeln der Kirche seit jeher großes Ansehen in der Musikwelt verschaffen. Franz Schubert dirigierte hier seine Messe in F-Dur, und Anton Bruckners Messe in f-Moll wurde in dieser Kirche uraufgeführt. Die offizielle Kirchenmusik-Seite ergänzt die technische Seite: Die große Rieger-Orgel wurde 1976 in ein historisches Gehäuse von Johann Hencke aus dem Jahr 1730 eingebaut, nachdem das Vorgängerinstrument im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Mit 47 Registern und vier Manualen bietet sie ein breites Klangspektrum, das von Renaissance über Barock bis zu romantischer und moderner Literatur reicht. Für die Kirche bedeutet das: Musik ist hier nicht bloß Begleitung, sondern ein wesentlicher Teil der Identität. Wer nach einem Ort mit starker sakraler Musiktradition in Wien sucht, findet in St. Augustin eine der ersten Adressen. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Öffnungszeiten, Anfahrt und Barrierefreiheit am Josefsplatz
Für die praktische Planung liefert Wien-Info klare Besuchszeiten. Die Kirche ist montags, mittwochs und freitags von 08:00 bis 17:30 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags von 08:00 bis 19:30 Uhr sowie samstags und sonntags von 09:00 bis 19:30 Uhr. Der Hochamt-Termin ist sonntags und an Feiertagen um 11:00 Uhr, und die Herzgruft kann nach dem Hochamt oder nach Vereinbarung besichtigt werden. Diese Zeiten sind für alle wichtig, die Fotos machen, an einer Führung teilnehmen oder einfach einen ruhigen Moment im Kirchenraum verbringen möchten. Wer die Kirche nicht nur von außen sehen, sondern auch den Innenraum, die Kapellen und die besonderen Grabdenkmäler in Ruhe erleben will, sollte deshalb genügend Zeit einplanen. Gerade am Wochenende ist die Verbindung aus Gottesdienst, Musik und Besichtigung besonders atmosphärisch. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Die Adresse lautet Augustinerstraße 3, 1010 Wien. Die Lage direkt am Hofburg-Josefsplatz macht die Kirche zu einer der zentralsten Sakralstätten der Innenstadt. Die offizielle Wien-Info weist außerdem auf eine gewisse Barrierefreiheit hin: Am Haupteingang gibt es drei Stufen, zusätzlich aber auch eine Rampe mit 150 Zentimetern Breite; Assistenzhunde sind erlaubt. Der Zugang zur Loretokapelle führt über fünf Stufen. Für die Anreise ist die zentrale Lage im Hofburg-Bereich ein klarer Vorteil, denn dort liegen U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnanbindungen in Gehweite. Wer die Kirche mit anderen Sehenswürdigkeiten der Hofburg kombiniert, kann den Besuch gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum verbinden. Besonders für Reisende, die Wien zu Fuß erkunden, liegt St. Augustin äußerst günstig zwischen Josefsplatz, Hofburg und weiteren kulturellen Highlights der Inneren Stadt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Fotos, Besuchserlebnis und praktische Tipps für den ersten Besuch
Wer nach Fotos der Pfarrkirche St. Augustin sucht, findet schnell heraus, dass diese Kirche vor allem durch starke Bildmotive lebt. Der gotische Innenraum, das Canova-Denkmal, der Hochaltar, die Kirchenbänke und die Loretokapelle bilden eine Abfolge von sehr unterschiedlichen, aber harmonisch verbundenen Eindrücken. Gerade für die erste Begegnung mit dem Bau lohnt es sich, nicht nur den Hauptraum zu betrachten, sondern bewusst nach den Details zu suchen: nach den Übergängen zwischen gotischer Architektur und späteren Einbauten, nach der Inszenierung des Canova-Monuments und nach der Wirkung des Lichts im Kirchenraum. Die offiziellen Seiten der Kirche zeigen genau diese Blickpunkte und machen damit deutlich, warum die Location bei Suchanfragen rund um Fotos, Geschichte und Wien immer wieder auftaucht. Für Social-Media-Posts oder eigene Reisebilder ist St. Augustin deshalb ein besonders dankbares Motiv, weil hier Spiritualität und Repräsentation sichtbar zusammenkommen. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Für den Besuch selbst empfiehlt sich eine einfache Strategie: Wer den musikalischen Charakter der Kirche erleben will, kommt sonntags zum Hochamt um 11:00 Uhr. Wer den historischen und architektonischen Blick sucht, wählt einen ruhigeren Tagesrand oder eine Führung nach dem Hochamt. Wochentagsführungen sind auf Anfrage möglich, und die Führung über Kirche und Herzgruft dauert etwa eine Stunde; eine reine Herzgruftführung ist kürzer. Wer die Kirche mit anderen Sehenswürdigkeiten verbindet, kann am selben Tag problemlos auch die Hofburg, den Michaelerplatz oder weitere Highlights der Inneren Stadt einplanen. So wird aus einem einzelnen Kirchenbesuch ein vollständiges Wien-Erlebnis: kaiserliche Geschichte, sakrale Kunst, Musik und ein Raum, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Genau darin liegt der besondere Reiz der Pfarrkirche St. Augustin in Wien. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/fuehrungen/))
Quellen:
Pfarrkirche St. Augustin | Wien & Herzgruft
Die Pfarrkirche St. Augustin in Wien ist weit mehr als eine historische Kirche im Zentrum der Stadt. Sie steht am Josefsplatz, mitten im Ensemble der Hofburg, und verbindet gotische Architektur, habsburgische Erinnerungskultur, lebendige Liturgie und anspruchsvolle Kirchenmusik zu einem Ort, der Besucherinnen und Besucher aus vielen Gründen anzieht. Wer nach Fotos, Geschichte, Gottesdiensten oder praktischen Besuchsinformationen sucht, stößt hier auf eine Location, die im 1. Bezirk gleichermaßen spirituell, kunsthistorisch und stadtgeschichtlich bedeutend ist. Der Kirchenraum, die Herzgruft, die Loretokapelle, das Canova-Denkmal und der Hochaltar bilden ein dichtes Gesamtbild, das man bei einem kurzen Besuch ebenso erleben kann wie bei einer ausführlichen Führung. Gleichzeitig ist St. Augustin eine aktive Pfarr- und Ordenskirche, in der regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden und die durch das Hochamt mit Chor und Orchester von St. Augustin eine besondere musikalische Identität bewahrt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Geschichte der Pfarrkirche St. Augustin in Wien
Die Geschichte der Pfarrkirche St. Augustin beginnt im 14. Jahrhundert mit einer Stiftung des Habsburgers Herzog Friedrich des Schönen. Der gotische Kirchenbau wurde zwischen 1330 und 1339 errichtet und am 1. November 1349 geweiht. Mit einer Länge von rund 80 Metern zählt der Kirchenraum zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten in Wien; vor der Schleifung der alten Stadtmauern galt er als der zweitgrößte Kirchenbau im Wiener Raum. Die Kirche wurde als Hallenkirche angelegt, der Hochchor nimmt davon rund 30 Meter ein und schließt mit dem charakteristischen 7/10-Schluss. Schon früh war der Bau eng mit dem Haus Habsburg verbunden, nicht nur als geistlicher Ort, sondern auch als repräsentative Bühne des Hofes. Diese Doppelrolle prägt die Kirche bis heute und erklärt, warum die Pfarrkirche St. Augustin in Wien nicht nur ein religiöser Ort ist, sondern auch ein zentrales Denkmal der österreichischen Geschichte. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Besonders wichtig ist die Phase als kaiserliche Hofpfarrkirche. Im Jahr 1634 wurde St. Augustin zur kaiserlichen Hofpfarrkirche erhoben, eine Funktion, die bis 1918 Bestand hatte. In dieser Zeit wurden hier zahlreiche habsburgische Trauungen gefeiert und feierliche kirchliche Handlungen des Hofes vollzogen. Zu den bekanntesten Hochzeiten zählen die Verbindung Maria Theresias mit Franz von Lothringen, die Stellvertreterhochzeit von Marie Antoinette mit dem späteren französischen König Ludwig XVI. sowie die Trauung von Kaiser Franz Joseph I. mit Elisabeth in Bayern. Seit der Erhebung Wiens zum Erzbistum 1722 war es zudem Brauch, dass der neu ernannte Erzbischof von der Augustinerkirche aus in feierlicher Prozession zum Stephansdom zog. Nach den josephinischen Reformen wurde der Innenraum um 1784/85 regotisiert; dabei entfernte man zahlreiche Seitenaltäre, um den gotischen Charakter wieder stärker hervortreten zu lassen. 1783 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben, und seit 1951 wird sie erneut von Augustinern betreut. Damit vereint St. Augustin mehrere Epochen in einem einzigen Bauwerk: mittelalterliche Klosterkirche, habsburgische Hofkirche, Pfarrkirche und heutiger Ort lebendiger Ordens- und Gemeindeseelsorge. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/))
Herzgruft, Loretokapelle und die kaiserliche Erinnerung
Zu den bekanntesten Besonderheiten der Pfarrkirche St. Augustin gehört die Herzgruft in der Loretokapelle. Dieser Bereich macht die Kirche zu einem Ort, an dem sich Kunst, Frömmigkeit und dynastische Erinnerung auf außergewöhnliche Weise überlagern. In der Loretokapelle werden die Herzen von 54 Habsburgern in silbernen Urnen aufbewahrt. Das ist nicht nur ein historisch bemerkenswerter Befund, sondern auch ein sehr eindrücklicher Einblick in die Bestattungskultur des Kaiserhauses, in der Körper, Herz und Eingeweide an unterschiedlichen Orten beigesetzt werden konnten. Die Loretokapelle selbst ist über einige Stufen erreichbar, und die Herzgruft kann sonntags nach dem Hochamt sowie nach Voranmeldung besichtigt werden. Wer die Kirche besucht, sollte diesen Bereich deshalb unbedingt in die Planung einbeziehen, denn er ist einer der stärksten Gründe, warum die Augustinerkirche in Wien international bekannt ist. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Zur historischen Tiefe dieses Ortes trägt auch die Georgskapelle bei, eine gotische Kapelle aus dem Jahr 1337. Sie war einst Versammlungsort der Ritter des St.-Georgs-Ordens und ist nur über die Loretokapelle zugänglich. Damit wird deutlich, wie stark die Kirche als Raum höfischer und geistlicher Repräsentation geprägt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hofburg ist die Augustinerkirche gewissermaßen in das historische Machtzentrum der Habsburger eingebettet. Gerade diese Nähe erklärt, warum sie über Jahrhunderte für feierliche Gottesdienste, Prozessionen, Trauungen und Gedenkformen genutzt wurde. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Die Herzgruft ist nicht bloß eine Kuriosität, sondern der sichtbarste Ausdruck einer langen Tradition, in der die Kirche als Erinnerungsort des Hauses Habsburg fungierte. Wer sich für Wien, das Kaiserhaus oder die Sakralkultur Mitteleuropas interessiert, findet hier einen der dichtesten historischen Räume der Stadt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Canova-Denkmal, Hochaltar und die Kunst im Kirchenraum
Das künstlerische Herzstück des Innenraums ist das Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine von Antonio Canova. Es entstand zwischen 1798 und 1805 und gilt als Hauptwerk klassizistischer Grabmalkunst. Wenn man die Kirche betritt, steht dieses Denkmal auf der rechten Seite und zieht den Blick sofort auf sich. Die monumentale, steil aufragende Form, das illusionistische Tor in die Totenwelt, die allegorischen Figuren von Tugend und Caritas sowie der ruhende Löwe verleihen dem Werk eine eindringliche Würde. Gleichzeitig ist das Monument eng mit der europäischen Kunstgeschichte verbunden, denn es diente Canova später selbst als Vorbild für sein eigenes Grabmal in Venedig. Auch die offizielle Wien-Info hebt hervor, dass das Denkmal aus weißem Carrara-Marmor gefertigt wurde und den Schmerz des Witwers auf besondere Weise spiegelt. Wer nach den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Augustinerkirche sucht, kommt an diesem Werk nicht vorbei. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Ebenso bemerkenswert ist der Hochaltar. Der heutige steinerne, polychromierte Altar stammt von Andreas Halbig, ist der fünfte Hochaltar in der Geschichte der Kirche und wurde zwischen 1857 und 1870 ausgeführt. Ursprünglich war er für die Votivkirche vorgesehen, fand dann aber seinen Platz in St. Augustin. Bei der Restaurierung Ende der 1990er-Jahre wurde die neugotische Farbigkeit wiederhergestellt, sodass der Altar heute seine volle architektonische und farbliche Wirkung entfalten kann. Hinzu kommen weitere kunsthistorisch interessante Elemente, etwa die Kirchenbänke, die aus aufgehobenen Wiener Klöstern und Hofkapellen stammen und damit ein sichtbares Zeugnis der josephinischen Umgestaltungen bilden. So entsteht im Inneren eine ungewöhnliche Mischung aus gotischer Grundstruktur, klassizistischem Denkmal, neugotischem Altar und historisch gewachsener Ausstattung. Genau diese Spannung macht den Raum für Kunsthistoriker, Architekturfreunde und Kirchenbesucher gleichermaßen reizvoll. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Gottesdienste, Hochamt und Kirchenmusik in St. Augustin
Die Pfarrkirche St. Augustin ist kein Museumsraum, sondern eine lebendige Kirche mit regelmäßigem liturgischem Leben. Besonders prägend ist das sonntägliche Hochamt um 11:00 Uhr, das mit Chor, Solisten und Orchester von St. Augustin gestaltet wird. Diese musikalische Tradition ist eines der wichtigsten Markenzeichen der Kirche und erklärt, warum sie weit über Wien hinaus bekannt ist. Zusätzlich gibt es sonntags um 18:30 Uhr eine Heilige Messe, dienstags und donnerstags ebenfalls um 18:30 Uhr, freitags um 08:00 Uhr sowie samstags um 18:30 Uhr, jeweils mit den saisonalen Hinweisen von September bis Juni außerhalb der Ferienzeit. Für Besucher, die eine Kombination aus sakraler Atmosphäre, klassischer Musik und historischem Raum suchen, ist gerade das Hochamt am Sonntag ein besonderer Tipp. Hier wird die Kirche nicht nur betrachtet, sondern in ihrer eigentlichen Bestimmung erlebt. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/gottesdienste/))
Auch musikhistorisch besitzt St. Augustin einen herausragenden Ruf. Wien-Info betont, dass zwei Orgeln der Kirche seit jeher großes Ansehen in der Musikwelt verschaffen. Franz Schubert dirigierte hier seine Messe in F-Dur, und Anton Bruckners Messe in f-Moll wurde in dieser Kirche uraufgeführt. Die offizielle Kirchenmusik-Seite ergänzt die technische Seite: Die große Rieger-Orgel wurde 1976 in ein historisches Gehäuse von Johann Hencke aus dem Jahr 1730 eingebaut, nachdem das Vorgängerinstrument im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Mit 47 Registern und vier Manualen bietet sie ein breites Klangspektrum, das von Renaissance über Barock bis zu romantischer und moderner Literatur reicht. Für die Kirche bedeutet das: Musik ist hier nicht bloß Begleitung, sondern ein wesentlicher Teil der Identität. Wer nach einem Ort mit starker sakraler Musiktradition in Wien sucht, findet in St. Augustin eine der ersten Adressen. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Öffnungszeiten, Anfahrt und Barrierefreiheit am Josefsplatz
Für die praktische Planung liefert Wien-Info klare Besuchszeiten. Die Kirche ist montags, mittwochs und freitags von 08:00 bis 17:30 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags von 08:00 bis 19:30 Uhr sowie samstags und sonntags von 09:00 bis 19:30 Uhr. Der Hochamt-Termin ist sonntags und an Feiertagen um 11:00 Uhr, und die Herzgruft kann nach dem Hochamt oder nach Vereinbarung besichtigt werden. Diese Zeiten sind für alle wichtig, die Fotos machen, an einer Führung teilnehmen oder einfach einen ruhigen Moment im Kirchenraum verbringen möchten. Wer die Kirche nicht nur von außen sehen, sondern auch den Innenraum, die Kapellen und die besonderen Grabdenkmäler in Ruhe erleben will, sollte deshalb genügend Zeit einplanen. Gerade am Wochenende ist die Verbindung aus Gottesdienst, Musik und Besichtigung besonders atmosphärisch. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Die Adresse lautet Augustinerstraße 3, 1010 Wien. Die Lage direkt am Hofburg-Josefsplatz macht die Kirche zu einer der zentralsten Sakralstätten der Innenstadt. Die offizielle Wien-Info weist außerdem auf eine gewisse Barrierefreiheit hin: Am Haupteingang gibt es drei Stufen, zusätzlich aber auch eine Rampe mit 150 Zentimetern Breite; Assistenzhunde sind erlaubt. Der Zugang zur Loretokapelle führt über fünf Stufen. Für die Anreise ist die zentrale Lage im Hofburg-Bereich ein klarer Vorteil, denn dort liegen U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnanbindungen in Gehweite. Wer die Kirche mit anderen Sehenswürdigkeiten der Hofburg kombiniert, kann den Besuch gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum verbinden. Besonders für Reisende, die Wien zu Fuß erkunden, liegt St. Augustin äußerst günstig zwischen Josefsplatz, Hofburg und weiteren kulturellen Highlights der Inneren Stadt. ([wien.info](https://www.wien.info/en/see-do/sights-from-a-to-z/augustinian-friars-339914))
Fotos, Besuchserlebnis und praktische Tipps für den ersten Besuch
Wer nach Fotos der Pfarrkirche St. Augustin sucht, findet schnell heraus, dass diese Kirche vor allem durch starke Bildmotive lebt. Der gotische Innenraum, das Canova-Denkmal, der Hochaltar, die Kirchenbänke und die Loretokapelle bilden eine Abfolge von sehr unterschiedlichen, aber harmonisch verbundenen Eindrücken. Gerade für die erste Begegnung mit dem Bau lohnt es sich, nicht nur den Hauptraum zu betrachten, sondern bewusst nach den Details zu suchen: nach den Übergängen zwischen gotischer Architektur und späteren Einbauten, nach der Inszenierung des Canova-Monuments und nach der Wirkung des Lichts im Kirchenraum. Die offiziellen Seiten der Kirche zeigen genau diese Blickpunkte und machen damit deutlich, warum die Location bei Suchanfragen rund um Fotos, Geschichte und Wien immer wieder auftaucht. Für Social-Media-Posts oder eigene Reisebilder ist St. Augustin deshalb ein besonders dankbares Motiv, weil hier Spiritualität und Repräsentation sichtbar zusammenkommen. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/rundgang-durch-die-kirche/))
Für den Besuch selbst empfiehlt sich eine einfache Strategie: Wer den musikalischen Charakter der Kirche erleben will, kommt sonntags zum Hochamt um 11:00 Uhr. Wer den historischen und architektonischen Blick sucht, wählt einen ruhigeren Tagesrand oder eine Führung nach dem Hochamt. Wochentagsführungen sind auf Anfrage möglich, und die Führung über Kirche und Herzgruft dauert etwa eine Stunde; eine reine Herzgruftführung ist kürzer. Wer die Kirche mit anderen Sehenswürdigkeiten verbindet, kann am selben Tag problemlos auch die Hofburg, den Michaelerplatz oder weitere Highlights der Inneren Stadt einplanen. So wird aus einem einzelnen Kirchenbesuch ein vollständiges Wien-Erlebnis: kaiserliche Geschichte, sakrale Kunst, Musik und ein Raum, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Genau darin liegt der besondere Reiz der Pfarrkirche St. Augustin in Wien. ([augustinerkirche.augustiner.at](https://augustinerkirche.augustiner.at/augustinerkirche/fuehrungen/))
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